11. Mai 2011 | 13:25 | (Kommentare: 0) | Eulen nach Social-Media tragen ...
Wer schon versucht hat, Twitter und facebook halbwegs sauber unter einen Hut zu bringen, dürfte verzweifelt auf der Suche nach einem geeigneten Werkzeug sein. Hootsuite ist ein solches Werkzeug - und mehr!
Die Online-Anwendung kann Feeds aus vielen Social-Media-Anwendungen aggregieren und übersichtlich auf einen Blick darstellen, auch die Antworten können gleich in der Anwendung vorgenommen werden. Neben Twitter und facebook werden unter anderem auch Wordpress und Foursquare unterstützt, auch generische RSS-Feeds können eingebunden werden (Tipp: darüber bekommt man dann z.B. auch Google-Alerts in Hootsuite!). Hootsuite wächst mit den Anforderungen: bei aller Mächtigkeit kann man schnell und einfach klein anfangen: Twitter konfigurieren und loslegen. Später ergänzt man dann seine facebook-Timeline (was noch den Vorteil hat, dass man die ganze blöde Werbung nicht ständig sehen muss ...) und fügt vordefinierte Suchen hinzu (so kann man auf einen Blick die eigenen Marken oder seine Wettbewerber "verfolgen", oder den "Buzz" um die Lieblings-Stars).
Im kostenlosen Standard-Umfang sind fünf Profile und zwei RSS-Feeds enthalten. Die mit 5,99 $ im Monat vergleichsweise preiswerte Pro-Version kann beliebige viele Profile und Feeds verwalten und zusätzlich mit Google Analytics und Facebook Insights interagieren. Eine Übersicht finden Sie hier.
Hervorragend gelöst sind nämlich die Statistik-Funktionen, mit denen die Frage "was bringt mir dieser ganze Social-Media-Hype überhaupt?!" zwar nicht automatisch beantwortet wird (das geht erst, wenn man sich zunächst seine Ziele definiert hat ...), jedoch Antworten auf konkrete Fragen bietet. Highlight ist hier die einfache Erstellung von vorzeigbaren und aussagekräftigen (wie gesagt: vorausgesetzt, man kennt die Fragen ...) Reports.
Zur Hochform läuft Hootsuite dann auf, wenn Features für mittlere bis große Firmen gefragt sind: Accounts können durch mehrere Personen gepflegt werden, so dass eine arbeitsteilige Pflege der Social-Media-Präsenz des Unternehmens ermöglicht wird. Dabei können den Team-Mitgliedern unterschiedliche Rechte auf die Dienste und Accounts vergeben werden, über einfache Workflows können die Benutzer sich gegenseitig Aufgaben zuweisen.
Für große Firmen gibt es noch eine Enterprise-Lösung, die bei 1.499 $ im Monat startet. Das ist gefühlt erstmal teuer, aber im Ernst: Firmen, in denen die Features dieser Lösung benötigt werden, werden über diesen Preis nicht schwer schlucken.
Für echte, High-End-Enterprise-Anforderungen würde mir persönlich noch eine LDAP-Anbindung fehlen, in manchen Umfeldern (Banken ...) würde ich mir noch etwas mehr "Revisionssicherheit" wünschen - ich würde z.B. gerne auch in drei Jahren noch nachweisen können, dass ich NICHT per Twitter zu einem riskanten Aktienkauf geraten habe.
Hier nochmal die Features von Hootsuite auf einen Blick, und nein: ich erhalte für meine Werbung hier kein Geld :)
Ach so, ja: "Hoot" ist die englische "Eule", daher der Titel
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